Das Haus der FrauenGeschichte befindet sich im Aufbau.
Es öffnet im Frühjahr 2012 seine Türen!

In unseren Räumen machen wir Frauengeschichte in der Spirale der Zeit sichtbar: In sieben Entwicklungsräumen von der Geburt der Kultur bis in die Gegenwart begegnen wir den vielfältigen Lebenswegen von Frauen.

Wir bieten unseren BesucherInnen eine Dauerausstellung, eine Bibliothek und einen themenbezogenen Shop sowie regelmäßige Führungen, Vorträge und Kreativveranstaltungen.

Jede Unterstützung zur Umsetzung unserer Vorhaben ist uns willkommen:

  • Mitarbeit beim Aufbau, z. B. Erstellung der Führungsmaterialien,
  • Ideen für Veranstaltungen und Themen,
  • einmalige Spenden oder regelmäßige Beiträge (5 €/Monat).

Interessiert?

Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns oder kommen Sie einfach vorbei! Jeden Mittwoch zwischen 10.00 und 12.00 Uhr wird eine Ansprechpartnerin vor Ort sein.

Kontakt:

Haus der FrauenGeschichte
Wolfstraße 41
53111 Bonn

Tel: 0228-98 143 689
Email: info [at] hdfg.de
www.annette-kuhn-stiftung.de

Spendenkonto: Deutsche Bank Bonn, Konto 120830500, BLZ 380 700 59

 
     
     
 

Die 7 Räume des Hauses der FrauenGeschichte:

Die 7 Räume

 
     
     
  Im Wintersemester 2010/11 war Dr. jur. Barbara Degen Inhaberin der Gender-Gastprofessur an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld. Unterlagen zu ihrer Vorlesung Historische Grundlagen der Frauenbewegung und der Frauenrechte stehen hier WDR 5 Interview mit Barbara Degen (externer Link Universität Bielefeld) zum Download bereit.  
     
     
 
Die Annette-Kuhn-Stiftung ist nun auch auf Facebook vertreten. Sie finden uns unter:
Annette-Kuhn-Stiftung bei Facebook   http://www.facebook.com/pages/Annette-Kuhn-Stiftung/130414663678040
Über einen regen Austausch mit Ihnen würden wir uns sehr freuen.
 
     
     
  Interview mit Barbara Degen über ihr Buch "Das Herz schlägt in Ravensbrück" auf WDR 5.
Link zur Sendung WDR 5 Interview mit Barbara Degen
 
     
     
 
Buchvorstellung: "Das Herz schlägt in Ravensbrück"
    - Die Gedenkkultur der Frauen
     
von Barbara Degen. Band 5 der Reihe Schriften aus dem Haus der FrauenGeschichte, Opladen 2010.
 
     
 

Das Herz schlägt in Ravensbrück. Die Gedenkkultur der Frauen."Das Herz schlägt in Ravensbrück" - Die Gedenkkultur der Frauen - unter diesem Titel wird im Herbst 2010 ein Buch von mir erscheinen, das die Stimmen der Frauen, vor allem aus dem Konzentrationslager Ravensbrück, aber auch aus anderen KZs ins Zentrum stellt. Die Frauen aus Ravenbrück haben unendlich viele Zeugnisse hinterlassen. Sie sprechen nicht nur das Leid, das Elend und die Gräuel an, sondern beschreiben ebenso intensiv und häufig sehr poetisch die soziale Fürsorge untereinander und den alltäglichen Widerstand, der sich in vielen menschlichen Gesten und Hilfsmaßnahmen ausdrückt. Beides ist nicht voneinander zu trennen. In Ravensbrück war u.a. die Elite der europäischen Frauenbewegung inhaftiert. Es waren die kommunistischen Jüdinnen und die kranken und schwachen Frauen, die als Erste ab Anfang 1942 den Massendeportationen und dem Massenmord zum Opfer fielen. Viele Frauen aus Ravensbrück wurden gezwungen, 1942 das große Frauenlager in Auschwitz-Birkenau aufzubauen. Beeindruckende Totenklagen zeigen, dass die Erinnerung an die Toten zu dem wichtigen "Schatz" der Erinnerungen aus diesem Ort gehört.

Das Buch will auch zeigen, wie die überlebenden Frauen nach 1945 Einfluss auf die Politik genommen haben, in vielen Landesparlamenten, auf die NS- Prozesse, beim Aufbau der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und durch die Aktivitäten der nationalen und internationalen Lagergemeinschaften. In einem Kapitel wird am Beispiel Düsseldorf deutlich, wie die Ravensbrücker Aktivitäten in die Arbeit der örtlichen Mahn- und Gedenkstätten eingeflossen sind und einfließen. Interviews einer jungen türkischen Muslimin zur Zukunft der Mahn- und Gedenkstätten, werfen die gegenwärtigen Fragen auf, die sich nicht nur für Ravensbrück stellen. Die Vielfalt der Aktivitäten und die Kraft der Frauen strahlt bis heute auf die politische Kultur aus. Sie wird auch in den Bildern der Malerinnen deutlich, die in und nach ihrer Zeit in Ravensbrück gezeichnet und gemalt haben. Der differenzierte Blick der betroffenen Frauen auf die Täterinnen (Ravensbrück war Ausbildungslager für die KZ-Aufseherinnen) unterläuft einfache Schwarz-Weiß- Einordnungen und ist ein Beitrag zur Klärung des Verhältnisses von Täter/innen und Opfern.
Ravensbrück war trotz aller Bemühungen des NS-Staates kein hermetisch abgeschlossener Ort, sondern durch viele Fäden mit der Außenwelt verbunden. Schon in Ravensbrück wurden die Zeugnisse für die "Zeit danach" gesammelt und aus dem Lager geschmuggelt: Briefe und Päckchen stellten die Verbindung zu Angehörigen und Freunden und Freundinnen her. Wanda Heger, einer jungen norwegischen Jurastudentin, gelang es sogar, Zutritt in das Lager zu bekommen und Hilfsmaßnahmen, bis hin zur Rettung von ca. 7500 Gefangenen durch das Schwedische Rote Kreuz zu initiieren und mit zu koordinieren. Am 8.März 1945 - so berichtet sie stolz - standen die weißen Busse in Schweden bereit, um Gefangene ins Ausland und in Sicherheit zu bringen.
Die Verknüpfung mit den Frauen, die kritisch zum NS-Staat standen, wird durch Zeugnisse von Frauen im Exil, z.B. Anna Seghers, und durch Kunstwerke von Malerinnen und Dichterinnen gezeigt, die weltweit empört, erschüttert und nachdenklich auf das NS-System reagierten. Auch auf der Ebene von Bildern und Gedichten wird damit eine politische Frauenkultur sichtbar, die durch die zwölf Jahre entsetzlicher Tyrannei, Krieg und Massenmorde nicht zerstört werden konnte.

Das Buch erscheint im Herbst 2010 im Budrich-Verlag, Leverkusen-Opladen im Rahmen der Schriftenreihe des Vereins “Haus der FrauenGeschichte e.V.” Es hat einen Umfang von 378 Seiten und kostet 26,90 EURO (mit meist farbigen Abbildungen) und ist ab Mitte September im Buchhandel erhältlich. Die Historikerin Annette Kuhn und Mitherausgeberin der Reihe hat das Vorwort geschrieben.

Das Buch wird öffentlich am Donnerstag, den 21.Oktober 2010 um 18.00 Uhr in der städtischen Bezirksbibliothek Bonn-Beuel (Brückenforum) im Rahmen einer Lesung und Diskussion vorgestellt. Mitveranstalterinnen sind der Verein Haus der FrauenGeschichte e.V., die Annette-Kuhn-Stiftung, Bonn, die AG Frauengeschichte, Bonn, WIR FRAUEN, die Beueler Initiative gegen Fremdenhass, die Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis, die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, die Evangelische Migrations- und Flüchtlingshilfe Bonn, die Gerda-Weiler-Stiftung und die Mahn- und Gedenkstätte Bonn.

Barbara Degen, Bonn, August 2010

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  Justitia ist eine Frau - Ausstellungseröffnung in Berlin  
     
  Am 13. Mai 2009 wird Annette Kuhn im Bundesjustizministerium in Berlin - zusammen mit der Bundesjustizministerin Zypries und der Justitia-Projektleiterin Barbara Degen - die Ausstellung JUSTITIA IST EINE FRAU externer Link eröffnen.  
     
     
  Frauen verändern EUROPA verändert Frauen.  
   
  Handbuch, herausgegeben vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW mit einem Artikel von Annette Kuhn.  
     
  Kuhn, Annette: Warum sitzt Europa auf dem Stier? Matriarchale Grundlagen von Europa, in: Frauen verändern EUROPA verändert Frauen, hg vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, 2008 S. 191 - 201.  
     
  Download des Artikels (PDF-Datei)
Druckexemplare des Handbuchs können unentgeldlich bestellt werden (externer Link).